Unterbringung von Flüchtlingen: Offener Brief an die Hansestadt Stralsund und den Landkreis Vorpommern-Rügen

Insel-DaenholmOffener Brief zu Ihrer Asylpolitik

Sehr geehrter Herr Landrat Drescher,

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Badrow,

den demokratischen Gremien des Landkreises, aber auch der Presse, ist zu entnehmen, dass in den kommenden Wochen und Monaten auf dem Dänholm in Stralsund eine neue Asylbewerber_innen–Unterkunft entstehen soll.

Wir freuen uns über die bisherige Entwicklung, die ankommenden Flüchtlinge selbstständig in eigenen Wohnungen wohnen zu lassen. Diese Art der Unterbringung ist die sinnvollste um Vorurteile in der Bevölkerung abzubauen und die Menschen aus den verschiedensten Ländern, die von Krieg und anderen Krisen bedroht sind, zu integrieren und damit auch den Inklusionsgedanken in der Asylpolitik umzusetzen. Diese Entwicklung soll weiterhin fortgesetzt werden.

Wir kritisieren die Pläne des Landkreises Vorpommern-Rügen ein neues Asylbewerber_innen-„Heim“ zu schaffen mit wahrscheinlich noch mehr Aufnahmekapazitäten. Es wird von über 280 Plätzen gesprochen. Im Moment sind ca. 100 Asylbewerber_innen auf dem Dänholm in einer kleinen Containerstadt untergebracht. Unterbringung von Flüchtlingen: Offener Brief an die Hansestadt Stralsund und den Landkreis Vorpommern-Rügen weiterlesen

Grenzenlose Solidarität – Rock gegen Rechts dankt den Helfer_innen!

7338806v4Die Initiative Rock gegen Rechts dankt der Bevölkerung für die beispielhafte Hilfe, die es in den letzten Wochen für die Asylbewerber_innen gab. „Es ist ein Zeichen dafür, dass die Stralsunder_innen Mitgefühl haben und die Situationen der Flüchtlinge verstehen können und wollen“ so Jens Knoop (organisatorischer Leiter der Initiative). Die Spendenwelle hat auch nach Weihnachten nicht abgenommen. Sogar Spenden aus Städten anderer Landkreise und Bundesländer kamen zusammen. Grenzenlose Solidarität – Rock gegen Rechts dankt den Helfer_innen! weiterlesen

Flüchtlinge brauchen Kleidung und co. – Spendenaufruf!

refugees welcomeSehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

in dieser kalten, aber auch herzlichen Jahreszeit müssen wir an die Menschen denken, die in ihrem Leben nicht mehr übrig haben als das, was sie auf ihrem langen Weg nach Deutschland noch behalten konnten.

Kälte ist für uns immer sehr unangenehm, gerade dann, wenn wir keine Unterkunft oder passende Kleidung besitzen. Die Bewohner_innen der Asylbewerberunterkunft auf dem Dänholm in Stralsund stehen genau vor diesem Problem. Einige Helfer_innen haben bereits Kleidung für Kinder und Erwachsene zusammengetragen und sie für diese kalte Jahreszeit in die Gemeinschaftsunterkunft gebracht. Allerdings wird der Winter noch lange dauern und die Zahl der dort Lebenden nimmt durch die andauernden Kriege und globalen Krisen nicht ab.

Wir, die Initiative Rock gegen Rechts mit ihren vielfältigen Partnern, möchten Sie dazu aufrufen, diejenigen zu unterstützen, die sich das teure Leben in Deutschland nicht leisten können. Wir würden uns freuen, wenn Sie das abgeben, was Ihnen keinen Nutzen mehr bringt, aber anderen Menschen eine große Hilfe sein kann. In der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Dänholm wird Kleidung, insbesondere Winterkleidung, von den gängigen Kindergrößen bis hin zur Erwachsenenkleidung (maximal Größe L) gebraucht.

Gern können Sie außer Kleidung auch andere Sachgegenstände spenden. So werden Küchenutensilien, aber auch Kinderspielzeug für die Kleinsten benötigt. Falls Ihnen eines Ihrer Weihnachtsgeschenke nicht gefallen hat, können Sie es dazulegen und somit Anderen noch etwas Gutes tun!

Wir bitten darum, dass auch Sie diesen Aufruf nachkommen – für eine solidarische Gemeinschaft!

Mit freundlichen Grüßen

Jens Knoop

(organisatorischer Leiter der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund)

 

Abgabestellen für die Spenden:

  • Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber_innen

Rudenstraße 26 a/b

18439 Stralsund – Dähnholm

Die Unterkunft ist jeden Tag erreichbar.

oder:

  • Geschäftsstelle Partei Die Linke.

Heinrich-Heine-Ring 123

18437 Stralsund

Montag 10.00 – 12.00 Uhr, Mittwoch 15.00 -17.00 Uhr, Donnerstag 09.00 – 12.00 Uhr. Zwischen dem 21.12.2013 und dem 06.01.2014 können hier keine Spenden entgegengenommen werden.

  • Volkshochschule Stralsund

Friedrich – Engels – Str. 28

18437 Stralsund

täglich, bis zum 20.12.2013 und weiter ab dem 02.01.2014

„politische Verhältnisse im Kreis sind schwierig“ – Kraftvoller Abschluss der Aktivitäten in diesem Jahr

52-0106Die Stralsunder Initiative Rock gegen Rechts plant für das Jahr 2014 viele Veranstaltungen unter dem Motto „grenzenlose Solidarität – Refugees Welcome“

„Auch in diesem Jahr konnten wieder viele Veranstaltungen aufgrund des hohen Einsatzes aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden.“, so Jens Knoop (organisatorischer Leiter der Initiative).

Es geht darum gemeinsam Erfolge zu feiern, sich über politisches Geschehen auszutauschen und „Kraft zu tanken“ um den Mut, den die einzelnen Akteure haben, in Taten umzusetzen, so Andreas Müller (Pressesprecher der Initiative).

Courage war nicht nur bei der Organisation der Aktionstage ein großes Thema. Die Initiative war in diesem Jahr unter den 3 Nominierten für den Courage-Preise der Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern zu finden, eine Auszeichnung für gelungene politische Arbeit. „politische Verhältnisse im Kreis sind schwierig“ – Kraftvoller Abschluss der Aktivitäten in diesem Jahr weiterlesen

Refugees welcome! – Demonstration am 19.10. in HRO

refugeesAufruf zur landesweiten Demonstration am 19. Oktober 2013 in Rostock // 14 Uhr // Rostock-Saarplatz Refugees welcome – Solidarität mit Flüchtlingen!

Ein Rechtsruck geht durchs Land Überall in Deutschland macht sich derzeit ähnlich wie vor 20 Jahren rassistische Hetze gegen Asylsuchende breit. Neben der NPD wettern auch rassistische Gruppierungen und selbsternannte Bürgerinitiativen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrer Umgebung und versuchen diese unter anderem mit Hunderten von Unterschriften, Flyern und Petitionen energisch zu verhindern. Dabei werden die Asylsuchenden durch gängige Ressentiments pauschal als „Asylbetrüger“, „Sozialschmarotzer“ und „Kriminelle“ diskriminiert und kriminalisiert. Dass den Worten auch Taten folgen, zeigen Angriffe mit Sprengkörpern auf Flüchtlingslager wie beispielsweise im Oktober 2012 in Güstrow, kurz danach in Waßmannsdorf (Brandenburg) oder kürzlich in Arnstadt (Thüringen). Dabei hinterlassen die TäterInnen oftmals Drohungen wie „Lichtenhagen kommt wieder“ oder „Rostock ist überall“, die sich auf das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen vor 21 Jahren beziehen. Tagelang wütete damals ein gewalttätiger Mob und Neonazis unter dem Beifall Tausender BürgerInnen und bei völliger Passivität der politisch Verantwortlichen vor der Zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge und einem Wohnheim für vietnamesische VertragsarbeiterInnen und steckte die Häuser in Brand. Refugees welcome! – Demonstration am 19.10. in HRO weiterlesen