Stralsund: erneut Rechte Einschüchterungsversuche auf Personen und Projekte

Schon wieder kam es zu rechten Übergriffen in Stralsund. Ende der Woche kam es vor den Büros von Lola für Demokratie (ein Projekt der Amadeu-Antonio-Stiftung), DaMigra e.V. und Tutmonde e.V. zu Bedrohungsszenarien.

Drei Rechtsextreme haben vor dem Eingang der Büros Stellung eingenommen, Fotos gemacht und nach Arbeitsschluss die Mitarbeiterinnen bedroht.

Im Vorhinein wurde eine Mitarbeiterin des Tutmonde e.V. von einem Mann, auf einem vorbeifahrenden Fahrrad, getreten.
Schon vor Wochen wurden aus einem Hinterhalt mehrere Leute von einer größeren Gruppe rechtsextremer angegriffen.

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Turbulent & erfolgreich, was für ein Jahr! – Stellungnahme von RGR MV

Gemeinsam mit „Laut gegen Nazis“ und „VIVA con Aqua“ haben wir in Berlin und Hamburg zu Beginn des Jahres einen Infostand beim Konzert der Fantastischen Vier durchgeführt. Das hat uns sehr viel Spaß bereitet.

Im Frühjahr ging es gleich turbulent weiter, in dem wir uns mit „Rock gegen Rechts Düsseldorf e.V.“ getroffen, um an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.
Im Sommer unterstützten wir in Düsseldorf die RGR-Konzertreihe im Volkspark.

Leider mussten wir auch Anfang diesen Jahres feststellen, dass aus verschiedene Gründen ein Konzertprojekt in Stralsund nur schwierig umzusetzten ist (hierrüber werden wir auch nochmal extra Stellung beziehen). So konnten wir unser Projekt Tag der Vielfalt in diesem Jahr nicht fortsetzen. Die Fetten Jahre sind vorbei, zumindestens in Stralsund. Wir haben viel in Stralsund hinterlassen. Bestimmte Aktionen und Bildungsveranstaltungen konnten allerdings nicht fortgeführt werden, sicherlich auch weil neue Ideen wie der „Tag der Vielfalt“ auf fruchtbarerem Boden fallen. Wer Bock hat mitzuhelfen, um die Zukunft wieder rosiger zu gestalten, darf sich gerne bei uns melden.

Auch in diesem Jahr haben wir das „Jamel rockt den Förster“ tatkräftig unterstützt. Wir halfen bei der direkten Umsetzung von diversen Aufgaben und führten unser alljährliches Festivalfrühstück durch.

Wir konnten in Kooperation mit dem „Filmclub Güstrow“, der „Villa Kunterbunt“ und dem Verein „Children for a better World“ in Güstrow (Jahrzehnte bekannt durch eine aktive rechte Szene) eine RGR Lokalgruppe („Rock gegen Rechts Güstrow“) aufbauen. In diesem Zuge fand zum ersten Mal das „Rhythmus gegen Rassismus“ statt. Das ganze fand viel Anklang bei der Lokalpresse und dadurch hatten wir auch mit diesem Projekt viel Medienpräsenz. Das Fest & Konzert mit rund 500 Besuchern wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Die eine oder andere Überraschung wird es ebenfalls geben.

Auch bei der „Fetten Elke“ hat sich viel getan. Viele Unterstützer*innen haben mit Spenden und Förderungen das Projekt ermöglicht. Viele Medien haben im gleichen Zuge über das Projekt berichtet. Derzeit entwickeln wir das Projekt weiter. Dabei könnt auch ihr unterstützen!
Mit der Elke haben wir ein mobiles Tanzlokal, was seit diesem Jahr auch als Lautsprecherwagen genutzt werden kann. Der erste Lautsprecherwagen in MV ohne Notstromaggregat, der teilweise durch Frittenfett angetrieben wird.

Zuletzt wurden wir zur „Stadt nach Acht Konferenz“ nach Berlin eingeladen. Dabei handelt es sich um die größte internationale Konferenz der Club- und Festival Szene. Dort haben wir neben vielen Gesprächen auch als Podiumsteilnehmer zum Thema „Urbanes Nachtleben im ländlichen Raum/Probleme mit Rechtsextremismus“ fungiert.

Was ging in unserem Verein „RGR Stralsund e.V.“ ? In verschiedenen Mitgliederversammlungen konnten wir einige neue Mitglieder begrüßen und ebenfalls feststellen, dass unsere Medienkompetenz gestiegen ist. Wir sind im Aufbau einer Filmcrew. Mittlerweile sind wir MV-weit aktiv. Die Vernetzung zu Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern und auch im Bundesgebiet konnten weiterentwickelt werden. Im Rahmen der Vernetzung konnten wir das „Bündnis Rügen für alle – gemeinsam gegen Rechts“ unterstützen.
Da wir MV-weit aktiv sind haben wir das Netzwerk „Rock gegen Rechts MV“ gegründet, in dem sich die Akteure unserer MV-weiten Projekte
wiederfinden können. Die Gründung eines Förderkreises ist für 2020 vorgesehen. Wir haben Teil an der Wiederbelebung des „Ratschlag der Bündnisse von MV“ und sind Mitglied im „Fond Soziokultur MV“ geworden.

So möchten wir motiviert ins 15. Jahr der RGR Initiative in MV starten und gleichzeitig Danke an die aktiven, Mitglieder, Unterstützer*innen, Medien, Spender*innen und Förderern sagen!

Lets get united & kommt gut ins neue Jahr!

Jens Knoop

Vorstandsvorsitzender für
„RGR Stralsund e.V.“ & „Rock gegen Rechts MV“

Die Fette Elke wartet auf dich! Ehrenamtlich bei uns arbeiten, so geht’s!

Viele Menschen suchen für ihre Freizeit eine sinnvolle Betätigung. Das tut einem nicht nur gut, sondern sieht auch in vielen Lebensläufen hervorragend aus. Wir können dir sinnvolle Tätigkeiten bieten! Unsere vielfältigen Projekte benötigen allerhand Unterstützung.

Besonders für das Projekt „Fette Elke Tanzlokal“ suchen wir derzeit Fahrer, Techniker und Dj’s.

Je nach Stundenvolumen ist auch eine Aufwandsentschädigung bzw. ein Honorar für Fahrer oder Techniker möglich. Diese Möglichkeit hängt für DJ’s vom jeweiligen Auftraggeber ab.


Wir suchen

Fahrer
…mit Führerschein Klasse B oder höher und Gefühl für große, alte Fahrzeuge.

Techniker
…Menschen, die sich vor allem mit Veranstaltungs-, Ton und Lichttechnik auskennen. Ein Führerschein der Klasse B wäre hilfreich.
DJ’s
…Frauen und Queer-Personen bevorzugt, gerne auch Richtung Schlager und Mainstream, wenn’s gut gemacht ist.

Wir bieten

Die besten Partys, Festivals, nette Kontakte, neue Orte, ein super Team, je nach Stundenvolumen auch eine Aufwandsentschädigung oder ein Honorar.


Falls ihr nun Lust bekommen und Fragen habt, schreibt uns per Kontaktformular oder gleich per e-Mail rgrstralsund@systemausfall.org

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Güstrow

Wir rufen euch dazu auf bei der Gedenkveranstaltung in Güstrow teilzunehmen!

Aufruf:

11.30 Uhr/Bahnhof Güstrow

Am 10. November 1942 wurden die letzten Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens von Güstrow nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert. Ihr Weg führte vom Marktplatz zum Bahnhof- dort wartete der Viehwaggon.

Das Güstrow Bündnis „Aktionsnetzwerk Güstrow“ möchte den Weg rückwärts gehen- vom Bahnhof zum Markt.

Auf dem Markt werden Namen verlesen.

Ein Kaddish wird das Gedenken wachhalten.